Die Planeten im Dezember
 
Merkur

Merkur steht am 4. in unterer Konjunktion und wechselt damit von der Abend- zur Morgenseite des Himmels und entfernt sich anschließend in westlicher von der Sonne. Am 23. steht Merkur mit einem Abstand von 21,8° in größter westlicher Elongation. Da die Verbindungslinie Merkur-Sonne den südöstlichen Horizont noch in einem ausreichend steilen Winkel schneidet, verabschiedet sich der sonnennächste Planet mit einer Morgensichtbarkeit aus dem alten Jahr. Die erste Gelegenheit, den gelblichen Planeten für rund 10 Minuten tief in der südöstlichen Morgendämmerung zu sehen, bietet sich am 11. Dezember. Zwischen den 18. und den 24. kann mit einer maximalen Sichtbarkeitsdauer von mehr als 60 Minuten gerechnet werden, was ausreicht, um Merkur auch unter Normalbedingungen gut zu sehen. Nach dem 24. wird Merkur schneller und beginnt, die Sonne wieder einzuholen, was eine Abnahme der Sichtbarkeitsdauer zur Folge hat. Immerhin kann Merkur am letzten Tag des Jahres noch gute 30 Minuten gesehen werden. Eine gute Aufsuchhilfe ist am 22. die schmale, abnehmende Mondsichel rechts vom Merkur. Der Merkuruntergang verfrüht sich von 6:36 Uhr am 11. bis auf 7:36 Uhr am 18. und verspätet sich bis zum letzten Tag des Jahres auf 7:04 Uhr.

Mond, Merkur und Saturn morgens am 22. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramm Merkur



Venus

Venus wird zum Jahresende hin zu einer auffälligen Erscheinung am Abendhimmel. Sie bewegt sich durch den Schütze und erreicht im letzten Monatsdrittel den Steinbock. Dabei gewinnt sie an Höhe, was sich auf ihre Sichtbarkeitsdauer auswirkt: Zu Monatsbeginn noch für 1½ Stunden sichtbar kann die Venus zum Jahresende hin schon 3 Stunden am Abendhimmel gesehen werden. Der Venusuntergang verspätet sich von 18:03 Uhr am 1. über 18:35 Uhr am 15. bis auf 19:24 Uhr zu Silvester.

Mond und Venus abends am 27. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramm Venus



Mars

Mars erobert nun langsam den Abendhimmel. Er bremst seine rechtläufige Bewegung im Sternbild Löwe langsam ab, ein Hinweis auf die kommende Opposition am 3. März 2012. Das macht sich auch an der deutlich steigenden Marshelligkeit bemerkbar. Zu Monatsbeginn ist Mars noch so hell wie Aldebaran im Stier, zum Monatsende übertrifft der rote Planet sogar schon Beteigeuze im Orion. Der Marsaufgang verfrüht sich von 23:44 Uhr am 1. über 23:20 Uhr am 15. bis auf 22:43 Uhr am letzten Tag des Jahres.

Mond, Mars und Saturn morgens am 17. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramm Mars



Jupiter

Jupiter im Sternbild Widder kann weiterhin von Dunkelheitseinbruch an bis in die frühen Morgenstunden gesehen werden. Nicht lange nach Sonnenuntergang taucht er in der Dämmerung als heller Punkt hoch im Südosten auf. Der helle Riesenplanet bremst seine rückläufige Bewegung im Widder ab und wird am 27. wieder rechtläufig. Der Jupiteruntergang verfrüht sich von 4:51 Uhr am 1. über 3:51 Uhr am 15. bis auf 2:48 Uhr am letzten Tag des Jahres.

Mond und Jupiter abends am 6. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramm Jupiter



Saturn

Saturn in der Jungfrau läßt das Jahr am Morgenhimmel ausklingen. Der gelbliche Ringplanet baut seine Morgensichtbarkeit von 3 Stunden zu Monatsbeginn auf fast 5½ Stunden am Jahresende aus. Wenn es morgens hell wird, erreicht Saturn gerade seine Höchststellung im Süden. Der Saturnaufgang erfolgt am 1. um 4:08 Uhr, am 15. um 3:20 Uhr und am 31. um 2:24 Uhr.

Mond, Saturn und Mars morgens am 20. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramm Saturn